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"Barbie" mit Margot Robbie: Kassenschlager heute im Free-TV

May 15, 2026  Twila Rosenbaum  14 views
"Barbie" mit Margot Robbie: Kassenschlager heute im Free-TV

Der Barbie-Hype erreicht das Free-TV

Am 13. Mai 2026 ist es endlich soweit: Der Megahit „Barbie“ aus dem Jahr 2023 feiert seine Free-TV-Premiere auf RTL. Ab 20:15 Uhr können Millionen Zuschauer die von Greta Gerwig inszenierte Komödie mit Margot Robbie in der Hauptrolle erleben. Der Film löste bei seinem Kinostart ein weltweites Phänomen aus, das unter dem Schlagwort „Barbenheimer“ in die Mediengeschichte einging – denn zeitgleich startete Christopher Nolans „Oppenheimer“. Diese ungewöhnliche Doppelveröffentlichung führte zu unzähligen Memes und Debatten, aber vor allem zu einem beispiellosen Erfolg an den Kinokassen. „Barbie“ wurde zum erfolgreichsten Film des Jahres 2023 und übertraf mit über 1,4 Milliarden Dollar Einspiel sogar „The Super Mario Bros. Movie“ und „Oppenheimer“.

Die Handlung von Barbie

Im Barbie-Land herrscht perfekte Harmonie. Barbie (Margot Robbie) und Ken (Ryan Gosling) genießen ein sorgloses Leben in einer Welt, die von Matriarchat und unbeschwerten Tagen geprägt ist. Doch dann beginnt Barbie, Risse in dieser perfekten Fassade zu bemerken. Sie hinterfragt ihre Existenz und macht sich gemeinsam mit Ken auf eine Reise in die reale Welt. Während Barbie dort mit den Herausforderungen des echten Lebens konfrontiert wird – von sexistischer Behandlung bis hin zu existenziellen Fragen – entdeckt Ken das Patriarchat und beschließt, dieses System auch im Barbie-Land zu etablieren. Der Film ist eine kluge Gesellschaftssatire, die Themen wie Feminismus, Gleichberechtigung und die Konstruktion von Identität aufgreift, ohne dabei den Humor zu verlieren.

Regie und Besetzung

Greta Gerwig, bekannt für Filme wie „Lady Bird“ und „Little Women“, inszenierte „Barbie“ mit viel Liebe zum Detail und einer gehörigen Portion Selbstironie. Margot Robbie verkörpert die titelgebende Puppe mit einer Mischung aus naiver Unschuld und wachsender Selbsterkenntnis. Ryan Gosling als Ken liefert eine der denkwürdigsten komödiantischen Leistungen seiner Karriere ab. Unterstützt wird das Ensemble von Stars wie America Ferrera, Kate McKinnon, Issa Rae und Will Ferrell, der den CEO des Spielzeugkonzerns Mattel spielt. Die schillernde und farbenfrohe Ästhetik des Films wurde von der preisgekrönten Produktionsdesignerin Sarah Greenwood entworfen, die mit unzähligen Pink-Tönen eine eigene Welt erschuf.

Warum wurde Barbie in Vietnam verboten?

Trotz des weltweiten Erfolgs gab es ein Land, in dem der Film nicht gezeigt werden durfte: Vietnam. Der Grund war eine kurze Szene, in der Barbie vor einer Weltkarte steht. Auf dieser Karte waren Linien eingezeichnet, die im Südchinesischen Meer verlaufen – die sogenannte „Neun-Striche-Linie“. Diese Linie zeigt die territorialen Ansprüche Chinas im Südchinesischen Meer an, die von mehreren Anrainerstaaten, darunter Vietnam, bestritten werden. Die vietnamesische Regierung empfand die Darstellung als beleidigend und untersagte die Aufführung des Films. Warner Bros. beteuerte, dass es sich lediglich um eine kindliche Buntstiftzeichnung handele, die Barbies Reiseroute darstelle, und dass kein politisches Statement beabsichtigt sei. Dennoch blieb das Verbot bestehen. Der Vorfall zeigt, wie selbst ein vermeintlich unverfänglicher Familienfilm in geopolitische Konflikte verwickelt werden kann.

Der kulturelle Einfluss von Barbie

„Barbie“ war weit mehr als nur ein Film – er wurde zu einem kulturellen Ereignis. Das Marketing von Warner Bros. war beispiellos: Von pinkfarbenen Kleidungsstücken über Kooperationen mit Modemarken bis hin zu XXL-Plakatwänden in den Städten. Auch die sogenannte „Barbiecore“-Ästhetik erlebte einen Boom: Alles musste pink sein. Der Soundtrack, produziert unter anderem von Billie Eilish, Dua Lipa und Lizzo, wurde ebenfalls ein Riesenerfolg. Billie Eilish gewann mit ihrem Song „What Was I Made For?“ einen Oscar für den besten Filmsong. Bei den Grammy Awards räumte der Soundtrack in mehreren Kategorien ab, darunter „Song des Jahres“ und „Bester Soundtrack für visuelle Medien“. Die Golden Globes ehrten den Film mit den Preisen für den besten Filmsong und für die „Cinematic and Box Office Achievement“.

Rekorde und Auszeichnungen

Mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 1,4 Milliarden US-Dollar brach „Barbie“ zahlreiche Rekorde. Er war der erfolgreichste Film eines weiblichen Regieteams (Greta Gerwig als alleinige Regisseurin) und übertraf die Marke von einer Milliarde Dollar schneller als jeder andere Warner-Bros.-Film zuvor. Zuvor hielt „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ diesen Rekord. Die Komödie wurde auch zur erfolgreichsten Realverfilmungs-Komödie aller Zeiten und zum kommerziell erfolgreichsten Film des Jahres 2023. Neben den eingangs erwähnten Preisen wurde der Film für zahlreiche weitere Auszeichnungen nominiert, darunter acht Oscars. Die positive Resonanz spiegelte sich auch in den Bewertungen der Zuschauer wider: Auf Rotten Tomatoes erhielt der Film von Kritikern 88 Prozent positive Bewertungen und vom Publikum 83 Prozent. Die Internet Movie Database (IMDb) bewertet „Barbie“ mit 6,8 von 10 Sternen.

Greta Gerwig und ihre Karriere

Mit „Barbie“ gelang Greta Gerwig der endgültige Durchbruch als eine der gefragtesten Regisseurinnen Hollywoods. Die Filmemacherin, die zunächst als Schauspielerin in Independent-Filmen wie „Frances Ha“ bekannt wurde, bewies mit ihrem dritten Spielfilm ein Händchen für Massenunterhaltung, die dennoch intellektuellen Anspruch hat. Ihre vorherigen Werke – darunter das Coming-of-Age-Drama „Lady Bird“ (2017) und die Jane-Austen-Adaption „Little Women“ (2019) – waren bereits von der Kritik gefeiert worden. Mit „Barbie“ erreichte sie jedoch ein globales Publikum und setzte neue Maßstäbe für weibliche Regisseurinnen. Gerwig selbst bezeichnet den Film als „eine Party, die aber auch etwas zu sagen hat“.

Streaming und Verfügbarkeit

Für alle, die die Free-TV-Ausstrahlung verpassen, gibt es zahlreiche Alternativen. „Barbie“ ist sowohl bei Netflix als auch bei RTL+ im Streaming-Abo verfügbar. Darüber hinaus bieten Anbieter wie Magenta TV Komplettpakete an, die unter anderem Disney+, Netflix, RTL+, Apple TV und Wow in einem Abo vereinen. Der Film eignet sich gleichermaßen für eingefleischte Fans der Spielzeugpuppenmarke wie für Liebhaber von hintersinnigen Gesellschaftssatiren. Dank seiner cleveren Inszenierung und der hochkarätigen Besetzung ist „Barbie“ ein Erlebnis für die ganze Familie – auch wenn jüngere Kinder eventuell nicht alle gesellschaftlichen Anspielungen verstehen.

Der Hype um „Barbie“ hat längst nicht nachgelassen. Die Kostüme, die Musik und die Botschaft des Films werden auch Jahre später noch diskutiert. Die Free-TV-Premiere auf RTL ist eine Gelegenheit, dieses popkulturelle Phänomen noch einmal in voller Länge zu genießen – und sich selbst davon zu überzeugen, ob die Puppe mehr zu bieten hat als nur ein pinkes Kleid.


Source: t-online News


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