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Mit kleinem Haken: Mourinho-Deal fix

May 31, 2026  Twila Rosenbaum  3 views
Mit kleinem Haken: Mourinho-Deal fix

Real Madrid und Benfica Lissabon haben sich auf die Rahmenbedingungen des Wechsels von José Mourinho geeinigt. Wie portugiesische Medien übereinstimmend berichten, sollen die genauen Vereinbarungen aktuell noch geheim bleiben. Beschlossen sei jedoch, dass Real bei der Finalisierung des Deals die Ausstiegsklausel des 63-Jährigen in Höhe von 15 Millionen Euro bedient. Dieser Betrag hätte auf sieben Millionen Euro sinken können, wenn der Startrainer innerhalb von zehn Tagen nach dem abschließenden Saisonspiel gegen Estoril (3:1) gegangen wäre. Diese Frist läuft jedoch morgen ab.

Und noch gibt es für die Königlichen ein internes Problem: Mourinho wird voraussichtlich nur dann Real-Trainer, wenn Amtsinhaber Florentino Pérez am 7. Juni aus den Präsidentschaftswahlen des Hauptstadtklubs erneut als Sieger hervorgeht. Benfica habe jedoch laut Berichten „die Garantie erhalten, dass es bei der Verpflichtung ihres neuen Trainers, Marco Silva (aktuell FC Fulham), auf keine Hindernisse stoßen wird“. Dieser wird von Berater Jorge Mendes vertreten. Ebenso wie Mourinho, für den demnach so oder so Ende Juni die Zeit bei Benfica ablaufen wird.

Damit steht Mourinho nach drei Jahren in Lissabon erneut vor einer Rückkehr zu Real Madrid, wo er bereits von 2010 bis 2013 an der Seitenlinie stand. In seiner ersten Amtszeit führte er die Königlichen unter anderem 2012 zur spanischen Meisterschaft und brach damit die Dominanz von Pep Guardiolas FC Barcelona. Seine zweite Amtszeit im Bernabéu könnte allerdings an die politischen Verhältnisse des Vereins geknüpft sein. Pérez, der seit 2000 mit Unterbrechungen Präsident ist, steht vor einer Wiederwahl, und Mourinho gilt als sein Wunschkandidat, um den Kader nach einer durchwachsenen Saison 2025/26 neu zu formen.

Die Verhandlungen zwischen Real und Benfica waren von Anfang an komplex. Neben der Ablösesumme spielten auch die Vertragsmodalitäten und die Nachfolgeplanung eine große Rolle. Benfica wollte sicherstellen, dass der Abgang des Starcoachs nicht zu einem personellen Vakuum führt. Mit Marco Silva, der bei Fulham einen starken Eindruck hinterlassen hat, hat der Klub nun einen erfahrenen Nachfolger gefunden. Silva kennt die portugiesische Liga aus seiner Zeit bei Sporting Lissabon und gilt als taktisch versiert, insbesondere in der Spielerentwicklung.

Mourinho selbst hat in den letzten Jahren immer wieder betont, dass er eine emotionale Bindung zu Real Madrid habe. „Es ist der Klub, der mir die größte Plattform gegeben hat“, sagte er in einem Interview im März 2026. „Ich habe die goldenen Jahre dort genossen und würde jederzeit zurückkehren, wenn die Umstände stimmen.“ Die Umstände scheinen nun zu stimmen, zumindest was die sportliche Perspektive betrifft. Real Madrid hat in der abgelaufenen Saison den dritten Platz in La Liga belegt und in der Champions League das Viertelfinale erreicht – Ergebnisse, die unter den hohen Erwartungen der Vereinsführung blieben.

Die Ablösesumme von 15 Millionen Euro für einen Trainer ist bemerkenswert, aber nicht ungewöhnlich im modernen Fußball. Mourinho gehört zu den erfolgreichsten Trainern der Geschichte, mit Titeln in Portugal, England, Italien, Spanien und zuletzt in Portugal mit Benfica (Meisterschaft 2025). Sein Marktwert ist entsprechend hoch. Die Tatsache, dass die Klausel auf die Hälfte hätte sinken können, zeigt jedoch, dass Benfica gehofft hatte, den Wechsel früher abzuschließen. Die Fristverlängerung um zehn Tage nach dem letzten Saisonspiel war offenbar ein Kompromiss, der nun Real Madrid in die Karten spielt – oder auch nicht, falls Pérez die Wahl verliert.

Sollte Pérez nicht wiedergewählt werden, wäre Mourinho voraussichtlich frei von Vertragsverpflichtungen, aber ohne Job bei Real. Benfica hätte dann zwar die Ablöse erhalten, aber der Plan, Mourinho nach Madrid zu transferieren, wäre gescheitert. Die Garantie für Marco Silvas Verpflichtung bleibt jedoch bestehen, unabhängig vom Ausgang der Wahl. Das bedeutet, dass Benfica die Trainerposition neu besetzen kann, selbst wenn Mourinho doch bleibt – ein kluger Schachzug der Vereinsführung unter Rui Costa.

Die Präsidentschaftswahl am 7. Juni ist somit der entscheidende Faktor. Pérez tritt gegen mehrere Herausforderer an, darunter den Unternehmer Enrique Cerezo, der eine andere sportliche Ausrichtung verspricht. Pérez setzt auf Kontinuität und die Verpflichtung von Trainern mit Champions-League-Erfahrung. Mourinho wäre der absolute Statement-Transfer, der die Fans wieder hinter den Vorstand vereinen soll. Kritiker sehen in der Personalie jedoch eine Nostalgie-Entscheidung, die die Zukunft des Vereins gefährden könnte, da Mourinho nicht für seine langfristige Jugendarbeit bekannt ist.

Trotz dieser Diskussionen: Die Einigung zwischen Real und Benfica ist ein erster, wichtiger Schritt. Nun liegt es an den Real-Mitgliedern, den Weg freizumachen. Bis zum 7. Juni werden die Spekulationen weitergehen, und Mourinho selbst wird sich in Schweigen hüllen. Eines ist jedoch klar: Nach Ende Juni wird Mourinho Benfica verlassen – entweder als neuer Trainer von Real Madrid oder als freier Agent, der sich seinen nächsten Karriereschritt überlegt. Gerüchte über einen möglichen Wechsel zu einem englischen Premier-League-Klub oder in die Saudi Pro League kursieren bereits, aber Mourinho hat stets betont, dass sein Herz für den europäischen Spitzenfußball schlägt.

Die nächsten Tage werden zeigen, ob der kleine Haken am Deal zum Stolperstein wird oder ob Mourinho wie erhofft die Rückkehr zum weißen Ballett antreten kann. Die Fans in Madrid hoffen auf die Wiederauflage der Ära Mourinho, die zwar kontrovers, aber auch von Erfolgen geprägt war. Der 63-Jährige hat noch einmal Großes vor – und Real Madrid ist bereit, ihm die Bühne dafür zu geben.


Source: Fussball Transfers News


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