Tom Holland und Zendaya sind nicht nur ein gefeiertes Hollywood-Paar, sondern auch ein kreatives Duo abseits der Kameras. Der 29-jährige Schauspieler überraschte kürzlich die Fans, als er in einem Interview verriet, dass er und seine Partnerin – die er Berichten zufolge Anfang des Jahres geheiratet hat – das Häkeln als gemeinsames Hobby entdeckt haben. In einer von Hektik und ständiger öffentlicher Aufmerksamkeit geprägten Welt suchen sie nach Wegen, zur Ruhe zu kommen. Für Holland ist diese Handarbeit zu einem wertvollen Ritual geworden, das nach einem stressigen Tag für Entspannung sorgt.
Bei einem Besuch in einem Padel-Zentrum in Kalifornien, wo seine alkoholfreie Biermarke BERO an einem Turnier teilnahm, erhielt Holland ein besonderes Geschenk von einem anderen prominenten Häkel-Fan: dem britischen Wasserspringer Tom Daley. Daley, der sich seit Jahren für Handarbeiten begeistert und sogar eine eigene Kollektion herausgebracht hat, überreichte Holland einen selbst gehäkelten Dosenhalter, der an Spider-Man erinnert. Auf einem Instagram-Video ist zu sehen, wie Holland begeistert reagiert: „Alter, ich liebe das! Und es sieht auch irgendwie aus wie ein Spinnennetz. Es ist perfekt!“ In dem Video plauderte er dann auch über sein eigenes Hobby: „Wir haben zu Hause gehäkelt. Ich liebe es total. Ich finde, es schaltet mein Gehirn einfach ab, nachdem ich einen stressigen Tag hatte. Ich kann nichts anderes machen und gleichzeitig häkeln. Ich muss total fokussiert sein.“
Die heilende Kraft des Häkelns
Hollands Offenheit über sein ungewöhnliches Hobby zeigt einen privaten Seiten seines Lebens, der oft hinter den Blockbuster-Rollen und roten Teppichen verborgen bleibt. Häkeln – eine traditionell eher älteren Generationen zugeschriebene Tätigkeit – erlebt seit einigen Jahren ein Revival, besonders bei jungen Erwachsenen. Psychologen und Therapeuten preisen die beruhigende Wirkung repetitiver Handarbeiten: Sie helfen, den Geist zu zentrieren, Ängste abzubauen und einen Zustand der Achtsamkeit zu erreichen. Für Holland, der seit seinem Aufstieg zum Weltstar als Spider-Man ständig im öffentlichen Interesse steht, ist dies ein willkommener Gegenpol. Der Druck, der mit dem Leben als Schauspieler in Hollywood einhergeht, ist enorm. Die ständige mediale Beobachtung, die Erwartung der Fans und die Unsicherheit des Erfolgs können überwältigend sein. Holland hat in der Vergangenheit mehrfach betont, wie wichtig ihm mentale Gesundheit ist und dass er aktiv nach Strategien sucht, um den Belastungen standzuhalten.
Sein Weg in die Nüchternheit
Das Häkeln ist nicht der einzige Weg, mit dem Holland seinen Stress bewältigt. Bereits im Januar 2022 gab er bekannt, dass er komplett auf Alkohol verzichtet. In einem kürzlichen Gespräch mit „USA Today“ erklärte er die Gründe dafür: „Ich hatte in den letzten vier Jahren großes Glück, dass sich meine Karriere wirklich schön entwickelt hat, und ich liebe, was gerade passiert und was noch kommt. Ich weiß nicht, wie viel davon passiert wäre, wenn ich noch trinken würde.“ Der Schauspieler sieht einen direkten Zusammenhang zwischen seinem Karrierehöhenflug und seiner Entscheidung, nüchtern zu leben. Der Alkohol, so gestand er, habe seinen beruflichen Weg behindert. „Trinken war etwas, das letztendlich meinem Berufsleben im Weg stand. Als Schauspieler auf der großen Bühne zu leben, kann sehr stressig sein. Und Alkohol hat dieses Problem für mich nur verschlimmert. Seit ich aufgehört habe und mich wieder mehr wie ich selbst fühle, klar im Kopf aufwache, fühle ich mich viel selbstbewusster.“
Hollands Bekenntnis zur Nüchternheit ist Teil eines größeren Trends in der Entertainment-Branche und unter jungen Menschen weltweit. Immer mehr Stars sprechen offen über ihre Entscheidung, dem Alkohol zu entsagen, und bewerben alkoholfreie Alternativen. Der Schauspieler selbst hat mit BERO eine eigene Marke für alkoholfreies Bier gegründet, die nicht nur sein persönliches Engagement widerspiegelt, sondern auch eine Marktlücke bedient. Er sieht darin eine Möglichkeit, eine sicherere und gemeinschaftlichere Umgebung zu schaffen, wie er selbst sagt: „Ich finde es toll zu sehen, dass junge Menschen sich davon abwenden und nach Alternativen suchen. Das schafft eine sicherere, gemeinschaftlichere Umgebung.“
Tom Daley: Der Häkel-Pate von Hollywood
Die Begegnung mit Tom Daley war für Holland besonders. Daley, der bei den Olympischen Spielen 2020 Gold im Synchronspringen gewann, hat sich in den letzten Jahren einen Namen als leidenschaftlicher Handarbeiter gemacht. Er teilt regelmäßig seine kreativen Werke auf Social Media und veröffentlichte sogar ein Strickbuch. Seine Fähigkeit, mit Nadel und Faden umzugehen, ist so bekannt, dass er von Fans und Prominenten gleichermaßen für seine Arbeiten geschätzt wird. Daley schenkte Holland nicht irgendeinen Dosenhalter, sondern einen in Spider-Man-Optik – eine Hommage an Hollands berühmteste Rolle. Holland zeigte sich begeistert und nahm das Geschenk sichtlich stolz entgegen. „Es sieht aus wie ein Spinnennetz – das ist perfekt für mich“, schwärmte er. Die Anekdote unterstreicht, wie persönliche Interessen und öffentliche Identität in der Welt der Prominenten verschmelzen können.
Die Karriere von Tom Holland
Um die Bedeutung seiner jüngsten Enthüllungen zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf Hollands Karriereweg. Der Brite begann seine Schauspielkarriere am Theater in London und erlangte 2012 internationale Bekanntheit durch seine Rolle in dem Katastrophenfilm „The Impossible“. Doch der endgültige Durchbruch gelang ihm 2016 mit seinem ersten Auftritt als Spider-Man im Marvel Cinematic Universe („Captain America: Civil War“). Seitdem ist er der dritte und bislang jüngste Darsteller des freundlichen Spinnenhelden aus der Nachbarschaft. Neben den „Spider-Man“-Solofilmen und den „Avengers“-Filmen übernahm er auch anspruchsvolle Rollen in Filmen wie „The Devil All the Time“, „Cherry“ und zuletzt „The Crowded Room“, einer Serie, in der er einen Mann mit multipler Persönlichkeitsstörung spielt. Für diese Rolle wurde er für seine schauspielerische Leistung gelobt, aber der emotionale Tribut war hoch. In Interviews gab er zu, dass die Dreharbeiten extrem fordernd waren und er danach eine Auszeit brauchte. Seine Entscheidung, nüchtern zu bleiben und sich mit Hobbys wie Häkeln zu beschäftigen, ist daher auch als Ausdruck einer neu gewonnenen Selbstfürsorge zu verstehen.
Eine Beziehung unter dem Scheinwerferlicht
Holland und Zendaya lernten sich am Set von „Spider-Man: Homecoming“ (2017) kennen. Seitdem ranken sich immer wieder Gerüchte um eine Romanze, die die beiden jedoch lange Zeit nicht bestätigten. Erst 2021 wurden sie öffentlich als Paar gesehen, und seither zeigen sie sich immer wieder gemeinsam bei Veranstaltungen und in den sozialen Medien. Ihre Beziehung gilt in der Filmbranche als bodenständig und stabil – ein bemerkenswerter Umstand angesichts des immensen Medieninteresses. Zendaya, die selbst eine gefeierte Sängerin und Schauspielerin ist (unter anderem bekannt aus „Euphoria“ und „Dune“), versteht den Druck, den ihr Partner erlebt, und teilt viele seiner Werte. Das gemeinsame Häkeln ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sie sich eine private, ungestörte Nische schaffen. Statt auszugehen und Partys zu besuchen, verbringen sie ihre Freizeit zunehmend mit ruhigen Aktivitäten zu Hause. Holland erklärte, dass das Häkeln für ihn und Zendaya eine großartige Möglichkeit sei, nach einem langen Arbeitstag abzuschalten und sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.
Der Trend zur alkoholfreien Lebensweise
Hollands Einstellung zum Alkohol ist kein Einzelfall, sondern spiegelt eine breite gesellschaftliche Entwicklung wider. Immer mehr junge Erwachsene, insbesondere in den USA und Europa, entscheiden sich bewusst gegen den Konsum von Alkohol. Die sogenannte „Sober Curious“-Bewegung gewinnt an Zulauf. Dabei geht es nicht unbedingt um Abstinenz, sondern um eine reflektiertere Haltung zum Trinken. Viele berichten von besserem Schlaf, gesteigerter Produktivität und einer Verbesserung der mentalen Gesundheit. Holland selbst hat erkannt, dass Alkohol seine Ängste verstärkte und ihn daran hinderte, klar zu denken. „Seit ich aufgehört habe und mich wieder mehr wie ich selbst fühle, klar im Kopf aufwache, fühle ich mich viel selbstbewusster“, sagte er. Diese Erfahrung teilt er mit vielen anderen Prominenten, die öffentlich über ihre Entscheidung zur Nüchternheit gesprochen haben, wie zum Beispiel Bradley Cooper, Eminem oder Selena Gomez.
Hollands Biermarke BERO zielt genau auf diese Zielgruppe ab. Die Marke bietet verschiedene Sorten alkoholfreien Biers an, die geschmacklich an klassische Biere herankommen sollen. Der Schauspieler und sein Team haben eng mit Brauern zusammengearbeitet, um ein Produkt zu schaffen, das auch für Menschen attraktiv ist, die nicht auf den Geschmack von Bier verzichten möchten. BERO ist mittlerweile in ausgewählten Geschäften und online erhältlich und hat sich einen kleinen, aber treuen Kundenstamm aufgebaut. Holland nutzt jede Gelegenheit, um für seine Marke zu werben, und verbindet dies oft mit seiner persönlichen Geschichte. „Alkohol kann etwas Großartiges sein, aber auch unglaublich gefährlich“, sagte er zu „USA Today“. „Ich finde es toll zu sehen, dass junge Menschen sich davon abwenden und nach Alternativen suchen. Das schafft eine sicherere, gemeinschaftlichere Umgebung.“
Das Leben nach dem Ruhm
Im Gespräch mit verschiedenen Medien hat Holland auch über die Schattenseiten des Ruhms gesprochen. Er gab zu, dass er manchmal unter der ständigen Beobachtung leidet und dass das Bedürfnis, immer perfekt zu sein, ihn stresst. Doch er hat gelernt, damit umzugehen. Das Häkeln ist ein Teil seiner Bewältigungsstrategie, genau wie seine Entscheidung, nüchtern zu bleiben. Er betont, dass er sich in den letzten Jahren persönlich weiterentwickelt habe. „Ich habe in den letzten vier Jahren großes Glück, dass sich meine Karriere wirklich schön entwickelt hat, und ich liebe, was gerade passiert und was noch kommt. Ich weiß nicht, wie viel davon passiert wäre, wenn ich noch trinken würde.“ Mit diesen Worten macht er deutlich, dass er seinen Erfolg nicht als selbstverständlich betrachtet, sondern aktiv an sich gearbeitet hat. Sein neuestes Projekt – die alkoholfreie Biermarke – ist für ihn nicht nur ein Geschäft, sondern eine Leidenschaft.
Die Kombination aus beruflichem Erfolg, einer stabilen Beziehung zu Zendaya und einem gesünderen Lebensstil scheint Holland zu guttun. Er wirkt ausgeglichener und reflektierter als noch vor einigen Jahren. Seine Fans freuen sich nicht nur über seine schauspielerischen Leistungen, sondern auch über seine Offenheit. Indem er über Hobbys wie das Häkeln oder seine Nüchternheit spricht, baut er eine Brücke zu seinem Publikum. Er zeigt, dass auch Stars mit den gleichen Herausforderungen kämpfen wie viele andere Menschen: Stress, Druck, die Suche nach einem Ausgleich. Tom Holland hat seinen Weg gefunden – mit Nadel, Faden und einem alkoholfreien Bier in der Hand.
Source: Yahoo News News